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Auszahlung der Lebensversicherung - Wohin mit dem Geld Drucken E-Mail

Ihre Versicherung teilt Ihnen mit, dass Ihr Lebensversicherungsvertrag zur Auszahlung fällig ist. Doch was tun, damit der Geldsegen nicht zu schnell verpufft?

Die Schweizer Beratungsgesellschaft SMC Schmidt Management hat ermittelt, dass im Jahr 2004 rund 33,6 Milliarden Euro aus abgelaufenen Kapitallebensversicherungen an deutsche Versicherungskunden ausbezahlt wurden. Im Durchschnitt überweisen die Versicherer demnach jeden Tag 92 Millionen Euro an ihre Kunden. Der Studie von SMC zufolge ist der Geldregen der Kunden weitgehend verplant: rund 65 Prozent davon fließen in den Konsum oder in die Finanzierung von Wohneigentum. Weitergerechnet stehen dann aber immer noch knapp zwölf Milliarden Euro pro Jahr zur freien Verfügung.


Experten raten zur Wiederanlage ausgezahlter Lebensversicherungen und empfehlen das ausgezahlte Geld in einen Rentenfonds zu investieren und gleichzeitig einen Auszahlplan zu vereinbaren. Dabei gibt es zwei Varianten:

1. Der Anleger entnimmt lediglich so viel, dass das Vermögen nicht angetastet wird. Er lebt also praktisch von den Ausschüttungen der im Fonds enthaltenen Wertpapiere.

2. Bei der zweiten Variante ist der Kapitalstock nach einer gewissen Zeit verbraucht – zum Beispiel nach 20, 25 oder 30 Jahren. Die Höhe der monatlichen Entnahme hängt dann von der erzielten Rendite und der vereinbarten Laufzeit ab. Ein Beispiel: Werden 167.000 Euro eingezahlt, käme bei einer durchschnittlichen Fonds-Rendite von fünf Prozent eine monatliche Entnahme von 677 Euro in Frage. Soll das Kapital in frühestens 25 Jahren verbraucht sein, wären es 961 Euro.


Allerdings, umsonst gibt es beide Varianten nicht. Beim Kauf eines Rentenfonds wird ein Ausgabeaufschlag fällig, der in der Regel drei Prozent beträgt. Bei obigem Beispiel von 167.000 Euro wären dies immerhin 4.864 Euro. Wenn es um Anlagen in dieser Größenordnung geht, lohnt es sich auf jeden Fall nach einem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag zu fragen. Beträgt der Ausgabeaufschlag statt drei lediglich ein Prozent, reduzieren sich die Abschlussgebühren schon auf 1.654 Euro. Schnell wird klar: Wer nicht über einen Rabatt diskutiert, verschenkt eine Menge Geld!

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